Posts mit dem Label Reptilien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Reptilien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 15. Juni 2012

Zwergchamäleons auf Madagaskar - winzig, gerade erst entdeckt und schon vom Aussterben bedroht

Die im Norden Madagaskars entdeckten Zwergchamäleons mit dem wissenschaftlichen Namen Brookesia micra oder auch Brookesia desperata und Brookesia tristis, sind inklusive Schwanz maximal drei Zentimeter lang und schon jetzt vom Aussterben bedroht. Hinter dem wissenschaftlichen Namen steckt eine besondere Botschaft, denn desperata bedeutet verzweifelt und tristis bedeutet traurig. Mit diesen Namen will man auf die starke Gefährdung der Chamäleons hinweisen. Aber nicht nur die Tiere sind winzig, auch der natürliche Lebensraum, in dem sie leben, beträgt nur 50 Hektar. Diese Chamäleons sind so klein, dass sie eine der kleinsten Reptilienarten der Welt darstellen. Die Zwergchamäleons besitzen eine braungrüne Färbung und im Gegensatz zu vielen ihrer Artgenossen können sie diese auch nicht verändern. Doch dies ist eher ein Vorteil für die kleinsten Chamäleons, denn durch ihre Färbung fallen sie am Boden im Laub kaum auf. In der Nacht schlafen sie auf Ästen in Bodennähe. Die Zwergchamäleons sind stark vom Aussterben bedroht, da ihr Lebensraum  durch Abholzung zerstört wird, obwohl das von ihnen besiedelte Gebiet offiziell unter Schutz steht.

Zwergchamäleon auf einem Streichholz         Bildquelle: wikipedia.de

Donnerstag, 14. Juni 2012

Fleischfressende Pflanzen im Terrarium – ein neuer Trend?

Normalerweise platziert man fleischfressende Pflanzen auf der Fensterbank. Doch mittlerweile ist eine neue Art Trend entstanden, seine fleischfressenden Pflanzen in einem Terrarium zu halten.  Das Positive an der Terrarienhaltung von fleischfressenden Pflanzen ist, dass man im Terrarium mit relativ einfachen Mitteln  genau die klimatischen Verhältnisse schaffen kann, die perfekt für fleischfressende Pflanzen sind.

Fleischfressende Pflanze aus einer Kleinanzeige auf markt.de


Bitte beachten: Niemals fleischfressende Pflanzen mit Reptilien zusammen in einem Terrarium halten! Sind die Reptilien zu klein, bzw. die Pflanzen zu groß, so kann es sein, dass die fleischfressenden Pflanzen die Terrariumbewohner als Mahlzeit ansehen.

 So nutzt man für den  Bodengrund  zunächst gut gewaschenen Blähton als Drainageschicht, auf den eine dicke Schicht ungedüngter  Torf folgt, welcher als Substrat dient.  Dabei empfiehlt es sich, ein bis zwei kleinere Rohre senkrecht miteinzuarbeiten, durch die später der Torf von unten Wasser aufnehmen kann. Man sollte stets darauf achten, dass der Torf fest angedrückt wird, damit beim Bewässern später nichts absackt. Als nächstes sollte man sich entscheiden, falls noch nicht  geschehen, welche Pflanze man überhaupt in sein Terrarium pflanzen möchte. Dabei sollte man die wichtigen Faktoren: Größe des Terrariums, Größe der Pflanze(n), Wüchsigkeit sowie die benötigten klimatischen Verhältnisse, wie Temperatur und Feuchtigkeit berücksichtigen. Hat man sich entschieden, so nimmt man die Pflanzen aus den Töpfen und pflanzt sie in das  dafür vorgesehene Terrarium ein. Es empfiehlt sich eine passende Abdeckung als Deckel aufzusetzen, diese sollte jedoch nicht luftdicht abschließen, da die Pflanzen sonst schnell anfangen zu schimmeln. Es ist ebenfalls von Vorteil eine Beleuchtung an den Abdeckungen anzubringen, da diese so für zusätzliches Licht sorgt.

Mittwoch, 13. Juni 2012

Pflanzen im Terrarium - Kunststoffpflanzen oder Echte?

Um ein Terrarium zu verschönern wird es oft bepflanzt. Pflanzen lassen ein Terrarium nicht nur lebendiger und frischer aussehen, sie können auch für die Reptilien, die darin leben, von Vorteil sein. Allerdings gibt es beim Bepflanzen von Terrarien zwei Optionen. Entweder man verwendet echte Pflanzen oder man verwendet „falsche“ Pflanzen aus Kunststoff. Jede Variante hat seine Vor- und Nachteile. Kunststoffpflanzen benötigen keine Pflege und sehen auf den ersten Blick aus, als wären sie echt. Echte Pflanzen hingegen benötigen Pflege. Sie müssen gedüngt, gegossen und geschnitten werden. Der Vorteil von echten Pflanzen ist jedoch, dass die Reptilien sie als Zusatznahrung ansehen und echte Pflanzen normalerweise etwas schöner aussehen als „falsche“. Natürlich muss man für jeden Typ von Terrarium die dazugehörigen Pflanzentypen auswählen. Beispielsweise gibt es Regenwaldterrarien, in denen eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit herrscht und in denen es gemäßigt-warm ist, oder Wüstenterrarien, in denen kaum Luftfeuchtigkeit herrscht und in denen es sehr heiß ist. Daher sollte man bei der Auswahl der Pflanzen immer die klimatischen Verhältnisse des Terrariums beachten. Hat man sich im Voraus schon ausreichend über sein Reptil informiert, so weiß man, welche Pflanzen in dessen natürlichem Lebensraum vorkommen. Wählt man diese aus so ist man meist auf der sicheren Seite. Generell kann man sagen, dass sich Kakteen und Aloepflanzen besonders für Terrarien mit trockenem Klima eignen und für Terrarien mit feuchtem Klima eignen sich besonders kleine Palmen oder Farne. Natürlich muss man immer darauf achten, dass man niemals für die Tiere giftige Pflanzen in ein Terrarium setzt! Gelegentlich kommt es aber auch vor, dass die Terrarienbewohner die echten Pflanzen bis auf das letzte Blatt abfressen. Dies lässt ein Terrarium natürlich wieder weniger ästhetisch wirken und zudem sollte man diese Pflanzen für einige Zeit aus dem Terrarium nehmen, damit sie die Chance haben, sich zu erholen. Ebenfalls muss man darauf achten, dass echte Pflanzen, die man in ein Terrarium setzen will, ungedüngt sind. Pflanzen, die aus einem normalen Pflanzenladen stammen, sind fast alle künstlich gedüngt und daher muss man sie, bevor man sie ins Terrarium setzt, erst ausspülen. Am Besten geht dies, wenn man diese Pflanze etwa zwei Wochen, bevor man sie ins Terrarium setzt, täglich in der Dusche absprüht. Zuletzt ist zu beachten, dass alle Pflanzen, auf denen die Terrarienbewohner klettern könnten, stabil im Terrarium befestigt werden, da die Tiere sich sonst verletzen könnten. Jedoch sollte man sich immer darüber im Klaren sein, dass das Wohlergehen des Tieres wichtiger ist, als die Optik des Terrariums.

Günstige Terrarienbepflanzung finden Sie hier.

Sonntag, 8. April 2012

Reptilien: Beschreibung, Merkmale, Allgemeine Infos


Das Wort Reptilien stammt aus dem Lateinischen, denn reptilis auf Latein bedeutet „kriechend“ und somit sind Reptilien Kriechtiere. Sie bilden eine Übergangsklasse zwischen den niederen Wirbeltieren, den Anamnia, deren Embryonen nicht von einer Embryonalhülle umgeben sind und somit meist an Wasser gebunden sind, und den höheren Wirbeltieren, den Amnioten, deren Embryonen von einer Embryonalhülle umgeben sind und in ihrer Entwicklung somit unabhängig vom Wasser sind. Zu den Hauptmerkmalen der Reptilien gehören ein Schwanz, eine Haut aus Hornschuppen und vier Beine. Bei manchen Echsen und besonders bei Schlangen haben sich die Beine im Laufe der Evolution zurückgebildet. Reptilien atmen mit Hilfe einer Lunge. Manche Reptilien sind Eierleger, also ovipar, andere gebären lebende Jungtiere, sind demnach vivipar und wiederum andere brüten ihre Eier im Mutterleib aus und die Jungtiere schlüpfen dann noch im Mutterleib, sind also ovovivipar. Im Gegensatz zu den Amphibien durchlaufen Reptilien kein Larvenstadium. Reptilien regulieren ihre Körpertemperatur durch ihr Verhalten, sie baden in der Sonne oder verstecken sich in Höhlen oder Felsspalten um ihre Körpertemperatur zu verändern. Die Forschung der Reptilien hat ihre eigene Wissenschaft und diese nennt man Herpetologie, was dem Griechischen „kriechendes Etwas“ entspricht. Die Zucht und die Pflege der Reptilien nennt man Terrarisitk, was dem Lateinischen „zu Lande“ entspricht. Reptilien stammen von den Dinosauriern und den Pterosauriern, also den Flugsauriern, ab und somit gelten sie ,wie auch die Vögel zu den noch heute lebenden Vertretern der Dinosauriern. Die Reptilien lassen sich in 11 Unterarten einteilen. Zunächst wären da die Schildkröten, wissenschaftlich auch testudines genannt, und die Brückenechsen, sphenodontidae. Die dritte Unterart bilden die Schuppenkriechtiere, welche wissenschaftlich squamata heißen und die Vierte wird durch die Schlangenschleichen, dibamidae, gebildet. Nummer fünf sind die Leguanartigen, die iguania, und Nummer sechs bilden die Geckoartigen, auch gekkota. Eine weitere Unterart bilden die Skinkartigen, auch scincomorpha, und die Doppelschleichen, die amphisbaenia. Nummer neun wird durch die Schleichenartigen, die anguimorpha, gebildet und die vorletzte Unterart bilden die Schlangen, auch serpentes. Die elfte und letzte Unterart wird duch die Krokodile, die crocodylia, dargestellt.

Hier finden Sie Kleinanzeigen zum Thema Reptilien. 
Ebenfalls finden Sie hier diverse Ratgeber zum Thema Terraristik.

Samstag, 7. April 2012

28. Internationale Reptilienbörse in Dortmund

Am Ostermontag, dem 09.04.2012, findet von 11:00-16:00 Uhr in Dortmund die 28. Internationale Reptilienbörse statt. Auf der Reptilienbörse finden Sie unter Anderem Reptilien, wie Schlangen, Schildkröten und Echsen, Amphibien, wie Frösche sowie Spinnen und Insekten. Ebenso ist es auf der Börse möglich Terrarien, Pflanzen, Terraristikzubehör, Futtertiere und Reptilien- und Terraristik-Literatur zu erwerben. Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 6€ und Kinder bis 12 Jahre zahlen 2€ Eintritt. Der Veranstaltungsort der Reptilienbörse befindet sich im Burgweg 16-22 in der Fredenbaumhalle 1 in 44145 Dortmund. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Reptilienbörse vom Dortmunder Hauptbahnhof aus mit der U41 Richtung "Brechten und Brambauer" über die Haltestelle "Fredenbaum" zu erreichen. Die beiden nächsten Internationalen Reptilienbörsen werden zum Einen am Sonntag, dem 01.07.2012, und zum Anderen am Mittwoch, dem 03.10.2012 und Tag der Deutschen Einheit, ebenfalls am selben Ort von 11:00-16:00 Uhr stattfinden. Anfahrtsskizzen und weitere Infos finden Sie hier, auf der offiziellen Webseite der Reptilienbörse.


Samstag, 25. Februar 2012

Giorgio Armani findet Inspiration zu neuer Frühjahr/Sommer Kollektion 2012 in der Welt der Schlangen

Bildquelle: images.derstandard.at
Der italienische Modedesigner Giorgio Armani hat sich für seine neue Edel-Kollektion der Saison Frühjahr/Sommer 2012 durch die Tierwelt inspirieren lassen und dabei besonders in Schlangen eine Inspiration gefunden.

Models schlängelten sich, wie Reptilien, in Paris über den Laufsteg bei Giorgio Armani. Giftgrüne, anders Grüne und Graue Kleidungsstücke. Oft mit verwischten Schlangenmustern und modischen Windungen der gaben auf diese Weise das Thema "Reptilien und Schlangen" wieder.

Ob nun schmale Hosenanzüge, kleine Jacken oder extravagante Cocktailkleider. Die Stoffe der Kleidungsstücke waren das, was besonders war. Die Stoffe waren schillernd und wirkten fast dreidimensional durch besondere Beschichtungen oder mehrlagige Anordnungen.

Viele Kleidungsstücke aus Seide stachen durch ihre Muster in Form von Schlangenhäuten ins Auge. Ein Designer also, der Schlangenhaut imitiert und so einen neuen Trend schafft. Einige dieser Kleider wurden wahrscheinlich gestern Nacht zur Verleihung der Oscars in Los Angeles von Stars getragen.

Dienstag, 21. Februar 2012

Leonardo DiCaprio wird Schildkröten-Papa: Er und Freundin Bar Rafaeli kaufen Spornschildkröte - Beschreibung

Leonardo DiCaprio steht nicht auf einfache Haustiere wie Hunde oder Katzen. Auch Fische sind nichts für ihn. Nein, Leonardo DiCaprio hat ein Faible für exotische Tiere. Er ist jetzt Schildkröten-Papa und seine Freundin Bar Rafaeli ist Schildkröten-Mama. 

Zu seinen bekanntesten Filmen zählen Titanic, The Beach, Gangs of New York, Departed – Unter Feinden, Blood Diamond, Shutter Island, Inception, Der Mann der niemals lebte, J. Edgar, Aviator und William Shakespeares Romeo + Julia. Momentan gehört Leonardo DiCaprio zu den bestbezahlten und erfolgreichsten Hollywood-Schauspielern. 

Natürlich ist die auserwählte Schildkröte nicht irgendeine Schildkröte. Es ist eine Riesenschildkröte, die Leonardo bei einer Reptilienzüchter-Ausstellung in Anaheim, Kalifornien, gekauft hat. Knapp 400 US-$ hat DiCaprio bezahlt und er hat sich natürlich für das größte verfügbare Exemplar der „North American Reptile Breeders Conference and Trade Show“ entschieden. Die Schildkröte ist bereits zehn Jahre alt und ihr Gewicht betrug 17 kg. Leonardo DiCaprios Schildkröte ist eine afrikanische Spornschildkröte. Sie kann bis zu 90 kg schwer werden und sie werden meist bis zu 80 Jahre alt. 

Bildquelle: media.4teachers.de

Leonardo DiCaprio den nahezu jeder als Jack Dawson aus Titanic kennt, hat sich mit seiner Schildkröte einen Lebensgefährten für den Rest seines Lebens gekauft. Vielleicht ist dies auch ein Zeichen dafür, dass er bereit ist, sich lange zu binden. Seine langjährige Freundin Bar Rafaeli wartet nämlich immernoch auf einen Heiratsantrag ihres Leos. 

Nun zu der Spornschildkröte: 

Die Spornschildkröte ist die drittgrößte Landschildkröte der Welt, direkt nach der Galapagos-Riesenschildkröte und der Seychellen-Riesenschildkröte. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Centrochelys sulcata. Ihr Rückenpanzer ist abgeflacht und ihr Panzer besitzt eine braun- bis cremefarbene Färbung. Schildkröten, die ein sehr hohes Alter erreichen sind sehr hell, manchmal fast weiß. Sie erhielten ihren Namen durch einen auffälligen Sporn an den Oberschenkeln der Hinterbeine. Sie erreichen eine Größe von bis zu 80 cm und ein Gewicht von bis zu 110 kg. 

Bildquelle: teu-m.beepworld.de
Jungtiere kann man nur schwer nach Geschlechtern unterscheiden. Ältere Tiere sind jedoch sehr leicht zu unterscheiden. Weibliche Tiere werden kleiner als männliche und sie werden meist nur 6ß-70cm groß und wiegen meist nicht mehr als 45-60 kg. Zudem sind die Schwänze der Männchen länger, ihre Sporne sind größer und die Kehlschilde sind stärker ausgeprägt. Spornschildkröten zählen zu den wechselwarmen Reptilien. Sie brauchen Unterschlupfmöglichkeiten und nutzen diese auch. Besonders eignen sich dafür Wohnhöhlen im Boden. Diese können bis zu 4m tief und fast 20 m lang werden. Diese werden mit Hilfe ihrer starken Vorderbeinen und ihren Kehlschilden gegraben. Wird es draußen kälter begeben sie sich schon früh morgens aus der Höhle, um sich an den Sonnenstrahlen aufzuwärmen und anschließend Nahrung zu suchen. Ist es draußen wärmer, werden sie erst abends aktiv. Ihr natürlicher Lebensraum befindet sich in der afrikanischen Sahelzone. Spornschildkröten leben in trocken-heißem Grasland, das Halbwüsten stark ähnelt, in belaubtem Buschgebiet und in Grasland mit Akazienbäumen. 


Die Nahrung der Spornschildkröten besteht aus Pflanzen. In ihrem natürlichen Lebensraum meist aus trockenen und abgestorbenen Pflanzenteilen. Zudem aus Hirse, Knopfgras. Manchmal fressen sie auch Insekten oder Aas, Knochen und Kot von Säugetieren. Spornschildkröten gehen mit ihrem Wasser sehr sparsam um und scheiden daher nur eine sehr, sehr kleine Menge an Urin aus. Die Spornschildkröte gilt als gefährdet, die Zucht in menschlicher Obhut läuft jedoch sehr erfolgreich im Vergleich zu der natürlichen Verbreitung in ihrem natürlichen Lebensraum.

Sonntag, 5. Februar 2012

Die giftigsten Schlangen der Welt: Diamantklapperschlange, Grüne Buschviper, Schwarze Mamba, Afrikanische Speikobra, Monokelkobra, Inland-Taipan, Duboi's Seeschlange - Beschreibung Portrait und Tipps zur Ersten Hilfe

Die im Folgenden genannten Schlangen gehören zu den gefährlichsten und giftigsten Tieren der Welt. Durch ihr Gift können ihre Opfer in kürzester Zeit den Tod finden. Auch wenn die Opfer meist schnell den Tod finden, das Sterben und die letzten Augenblicke verlaufen meist jedoch sehr sehr schmerzhaft und qualvoll. Obwohl die unterschiedlichen Schlangen an Land oder im Meer leben, klein oder groß sind. Eine Eigenschaft haben sie alle gemeinsam: Um ihre Opfer zu töten, reichen meist nur wenige hundertstel Gramms von ihrem Gift aus.

Die giftigsten Schlangen der Welt

Diamantklapperschlange

Die Diamantklapperschlange gehört zu den giftigsten Schlangen der Welt. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Crotalus adamanteus. Ebenfalls bekannt sind sie unter dem Namen Texasklapperschlange. Ihr natürlicher Lebensraum befindet sich im Südosten der USA, genau genommen erstreckt er sich von North Carolina bis nach Mississippi. Bevorzugt werden von ihnen Steppen, trockene Kiefernwälder und Ausläufer von Wüsten. Allerdings wurden sie auch öfters im offenen Meer gefunden und auf vielen vorgelagerten Inseln, da sie auch gute Schwimmer sind. Diamantklapperschlangen erreichen eine Körperlänge von durchschnittlich 1,5 m. Selten werden sie sogar über 2 m lang. Sie besitzen eine graue Färbung mit deutlichen dunkelbraunen rautenförmigen Zeichnungen auf ihrer Rückseite. Diese Rauten erinnern an Diamanten, weshalb die Schlange zu ihrem Namen kam. Ihr Kopf ist ebenfalls dunkelbraun befärbt und besitzt auf beiden Seiten jeweils über und unter dem Auge ein heller Streifen verläuft. Am Ende ihres Schwanzes besitzt die Diamantklapperschlange eine für Klapperschlangen typische Schwanzrassel.

Bildquelle: wikipedia.org
Sie sind lebendgebärend mit 10 bis 12 Jungtieren pro Geburt. Nach der Geburt sind die Jungtiere knapp 20 cm lang. Diamantklapperschlangen sind dämmerungsaktiv und nachtaktiv. Sie finden ihre Beutetiere durch ihr Grubenorgan. Ein Grubenorgan ist ein Sinnesorgan, welches eine Wahrnehmung von Infrarotstrahlung ermöglicht und somit den Schlangen ein präzises und räumliches Wärmebild liefert. Es besitzt den Namen durch die Stelle an der es liegt, in der Grube zischen den Augen und dem Maul und es sieht aus wie ein zweites Nasenlochpaar. Diamantklapperschlangen besitzen zwei lange Giftzähne, welche genau wie Injektionsnadeln innen hohl sind und somit Gift in das Opfer leiten können. Da die Diamantklapperschlange die größte Klapperschlange ist, besitzt sie auch eine größere Menge an Gift als andere Arten. Ihr Gift zählt zu den Hämotoxinen, d.h. es greift die roten Blutkörperchen (Hämoglobin) an und zerstört diese. Zudem wird das Gewebe an der Bissstelle zerstört. Behandelt man einen Biss nicht oder nicht richtig, kann ein Biss bis zum Tod führen. Die Diamantklapperschlange ist auch der Grund für die meisten Giftschlangenbisse in komplett Nordamerika. Da es immer wieder Leute gibt, die Diamantklapperschlangen als Haustiere in Terrarien halten, gibt es auch besonders dafür ein Gegengift, welches im Falle eines Bisses eingesetzt werden kann.

Grüne Buschviper

Die Grüne Buschviper ist ebenfalls eines der giftigsten Reptilien der Welt. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Atheris squamiger. Sie erreichen eine durchschnittliche Körperlänge von etwa 50 cm und die Männchen sind normalerweise etwas kleiner als die weiblichen Exemplare. Ihre Rückenseite ist meist grün gefärbt und kann dabei alle Grüntöne abdecken. Vereinzelt wurden auch schon bläulich, rötlich, gelblich oder gräulich gefärbte Exemplare gefunden. Die Bauchseite ist hellgrün und kann schwarz gesprenkelt sein. Der Kopf der Buschviper ist breit, flach, dreieckig und deutlich vom sonst schlanken Körper abgesetzt. Ihr natürlicher Lebensraum befindet sich in Afrika südlich der Sahara. Besonders gerne lebt die Buschviper in tropischen Waldgebieten, also Regenwäldern. Die Grüne Buschviper zählt zu den auf Bäumen lebenden Schlangen und ist nachtaktiv. Tagsüber döst sie in den oberen Baumschichten und wärmt sich in der Sonne. Bei Störungen ist sie sehr aufmerksam und schnell und bei drohender Gefahr beißt sie schnell und kräftig zu.

Bildquelle: naturfotografen-forum.de
Ihre Nahrung besteht besonders aus kleinen Säugetieren, wie Mäuse und ausgewachsene Buschvipern fressen auch kleine Vögel, Eidechsen und kleinere Schlangen. Jungschlangen fressen zudem häufiger als ausgewachsene Schlangen. Ihr Jagdverhalten sieht so aus, dass sie an einem Ast hängend den Boden absucht oder darauf lauert, dass Beutetiere an ihnen vorbeilaufen. Buschvipern trinken in der gleichen Haltung, indem sich Wasser auf ihrem hängenden Körper niederschlägt und dann zum Kopf fließt. Das Gift der Buschviper ist ebenfalls ein Hämotoxin und zerstört die roten Blutkörperchen. Ebenfalls beinhaltet das Gift Proteine, die die Blutgerinnung unterbinden und durch die Gewebezerstörung innere Blutungen verusachen. Des Weiteren wird das Nervensystem angegriffen und dadurch das Opfer gelähmt.

Schwarze Mamba

Die Schwarze Mamba ist die größte, schnellste, giftigste und gefährlichste Schlange Afrikas. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Dendroaspis polylepis. Ihr Name ist allerdings verwirrend, da ihr Körper nicht schwarz ist. Der Name „Schwarze“ Mamba kommt daher, da der Mund blauschwarz gefärbt ist, was man sieht, wenn sie beim Angriff ihr Maul aufreißt. Besonders gefährlich für den Menschen ist die Schwarze Mamba, da sie sich auf der Jagd auf Ästen aufhält und somit von oben   in dem Schulter-, Kopf- und Nackenbereich zubeißt. Sie erreicht eine durchschnittliche Länge von 2,5 m und Einzelexemplare werden bis über 4 m lang. Die Rückenseite der Schlange ist olivbraun bis schwarzbraun gefärbt. Die Bauchseite ist weißlich bis hellbraun. Ihr Kopf ist lang und sargförmig mit großen Augen. Vorwiegend lebt die Schlange auf dem Boden aber bei der Futterjagd auch auf Bäumen. 
Bildquelle: sunbird-images.com

Als Verstecke dienen der Schwarzen Mamba verlassene Nagetier- und Termitenbauten. Die Schlange ist tagaktiv und auch dämmerungsaktiv und ihre Nahrung besteht aus Nagetieren, Vögeln und Fledermäusen. Wird die Schwarze Mamba bedroht, beißt sie schnell und bis zu 12mal hintereinander kräftig zu. Zudem kann sie ihre Halsrippen spreizen und dadurch ihren Hals wie Kobras abflachen und verbreitern. Schwarze Mambas können sich bis zu der Hälfte ihrer Körperlänge aufrichten. Sie kann sich mit 13 km/h fortbewegen und kurzzeitig eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 24 km/h erreichen. Ihr natürlicher Lebensraum befindet sich in Afrika. Sie lebt im trockenen Buschland, in Savannenwäldern und in flussnahen Wäldern. Durch ihre Färbung ist die Schwarze Mamba im Buschwerk nahezu unsichtbar. Sollte man einer Schwarzen Mamba begegnen, sollte man sofort ruhig stehen bleiben und ganz vorsichtig zurückgehen. Das Gift der Schwarzen Mamba ist ein Neurotoxin, d.h. es greift die Nerven an. Es führt zu einem Verkrampfen der Muskulatur und bis zu dem Erliegen der Atmung. Die ersten Symptome nach einem Biss ist ein hängendes Augenlid, eine verwaschene Sprache, starker Schweißausbruch, viel Speichel und ein starker Schmerz um die Bissstelle. Die anschließenden Symptome bestehen aus Lähmungen der Muskulatur, der Atemwege, einem sehr sehr hohen Puls und einem Zusammenbruch des Herzkreislaufsystems. Zudem besteht das Gift der Schwarzen Mamba auch aus Kardiotoxinen, was bedeutet, dass das Herz geschädigt wird. Wird der Biss nicht schnellstmöglich behandelt, tritt innerhalb von 20 Minuten der sichere Tod ein. Die Schwarze Mamba kann mit einem Biss bis zu 400 Milligramm Gift in die Bisswunde injizieren, wobei schon 15 bis 20 Milligramm für einen erwachsenen Menschen tödlich wirken kann und unter den schlimmsten Umständen innerhalb von 20 Minuten zum Tod führt. Es kann sehr schnell dazu kommen, dass Menschen und die Schwarze Mamba sich begegnen, da die Mamba sich oftmals in der Nähe von menschlichen Siedlungen aufhält und sie ihren Ruheplatz gerne im Dachstuhl bewohnter Häuser sucht. Sie wird zwar oft als scheu beschrieben, jedoch ist sie viel aggressiver als eine Menge anderer Giftschlangen.

Afrikanische Speikobra

Die Afrikanische Speikobra gehört auch zu den giftigsten Schlangen der Welt. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Naja nigricollis. Der Name "Speikobra" kommt daher, dass sie in der Lage ist, ihr Gift auch zu speien. Im Durchschnitt erreichen sie eine Länge von knapp 1,2 bis 1,5 m. Sie können bis zu 20 Jahre alt werden. Der Körper ist vorwiegend schwarz gehalten, kann aber auch rot schimmern. Jungschlangen besitzen in der Regel eine schwarze Färbung.

Bildquelle: serengeti.org
Allerdings fehlt bei der Afrikanischen Speikobra die brillenähnliche Zeichnung am Nacken, die für Kobras typisch ist. Ihr natürlicher Lebensraum befindet sich im zentralen und südöstlichen Afrika und gehört zu den Trockenbewohnern. Sie lieben Savannen, lichte Wälder und trockene und steinige Orte. Zudem werden sie öfter in der Nähe von menschlichen Siedlungen gefunden und manchmal dringen sie während ihrer Nahrungssuche auch in Häuser ein. Sie sind dämmerungsaktiv und dadurch morgens und abends aktiv. Tagsüber, wenn es heiß ist, verstecken sie sich in hohlen Baumstämmen oder auch in Felsspalten und verlassenen Termitenhügeln. Ihre Nahrung besteht aus Vögeln, Echsen, Fischen, Nagetieren und auch anderen Schlangen. Die Schlange gehört zu den Lauerjägern. Sie greift ihre Beute schnell an, sobald es nah genug an ihr vorbeikommt. Ist das Beutetier dem Gift der Schlange erliegen, wird es von der Speikobra verschlungen. Ihre Beute erlegt sie mit einem Biss. Dabei injiziert die Speikobra ihr Gift durch ihre Giftzähne in ihr Opfer, was zu einer Lähmung und dann bis zum Herzstillstand führt. Das Gift besteht aus starken Neurotoxinen, die das Nervensystem angreifen. Dies kann beim Menschen ebenfalls bis zum Tod führen. Allerdings kann die Speikobra ihr Gift nicht nur durch einen Biss verteilen, sie kann es auch speien. Das Speien funktioniert dadurch, dass die Giftzähne am Ende scharf geknickt sind und nur eine sehr kleine Öffnung besitzen, wodurch die Giftzähne wie Drüsen funktionieren. Erwachsene Speikobras können ihr Gift bis zu 4 m weit speien. Das Speien des Giftes wird allerdings normalerweise nur als Verteidigung genutzt. Die Schlange versucht dabei gezielt die Augen der Feinde zu treffen. Ihr Gift besitzt besonders viel gewebezerstörende Stoffe und ist so aggressiv, dass es sogar bei Hautkontakt zu Schmerzen und Schwellungen führen kann. Kommt das Gift in die Augen, führt dies zu vorübergehender Blindheit, die manchmal auch auf Dauer anhält. Symptome sind Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufstörungen und Krämpfe. Zudem können Lähmungen auftreten.

Monokelkobra

 Die Monokelkobra ist eine sehr giftige Schlange. Sie zählt aber auch zu der am häufigsten in Terrarien gehaltenen Kobraart. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Naja kaouthia. Ihren Namen erhielt die Monokelkobra durch ein monokelartiges Zeichen auf der Rückseite ihres Kopfes. Ihr Körper ist schlank und ihr Kopf setzt sich nur wenig vom Hals ab. Im Durchschnitt erreicht die Schlange eine Länge von knapp 1,3 m. Einige Individuen erreichen auch eine Länge von bis zu über 2 m. Die Schuppen ihrer Rückseite sind meist braun gefärbt und die Bauchschuppen besitzen eine gräulich-helle Färbung. Die Monokelkobra besitzt eine Hautfalte im Nacken, die sie zu einem Schild aufspreizen kann. Dabei wird auf der Rückenseite im Bereich des Nackenschildes ein monokelartiges Zeichen gebildet.
Bildquelle: tm-snakes.de

Ihr natürlicher Lebensraum befindet sich in Südostasien. Dort bevorzugt sie tropische Wälder, Plantagen, Gärten und besonders Reisfelder. Die Schlange zählt zu den Bodenbewohnern und ist nachtaktiv. Tagsüber versteckt sie sich in hohlen Baumstämmen, Laubhaufen und verlassenen Termitenhügeln. Zu ihrer Nahrung zählen Frösche, Kleinsäuger, Vögel, Echsen und andere Schlangen. Sie werden durch das Gift eines Bisses getötet. Bei drohender Gefahr richtet die Monokelkobra ihren Vorderkörper auf und zeigt ihren Nackenschild. Die Giftzähne der Monokelkobra sind ziemlich kurz und sitzen vorne im Kiefer. Zudem ist die Schlange  auch in der Lage ihr Gift zu speien, allerdings geschieht dies eher selten. Ihr Gift greift das Nervensystem des Opfers an und zerstört dessen Gewebe. Wird man gebissen, dann kommt es zu starken Schmerzen und Schwellungen an der gebissenen Stelle und es bilden sich Blasen. Danach kommt es zu Lähmungen, Benommenheit und Erbrechen. Die Monokelkobra befindet sich häufig in der Nähe von Menschen und ist in ihrem natürlichen Lebensraum jedes Jahr für mehrere Todesfälle verantwortlich, da sie sich gerne auf Reisfeldern aufhält und auch während ihrer Futtersuche gerne in Häuser eindringt.

Inland-Taipan

Der Inland-Taipan ist die giftigste Schlange der Welt und ist in Australien beheimatet. 

Bildquelle: crazycreatures.org

Mehr Informationen zu dem Inland-Taipan gibt es in dem Blogartikel über das Dschungelcamp und Australiens Reptilien. 


Duboi's Seeschlange

 Die Dubois' Seeschlange ist die giftigste Seeschlange der Welt und gleichzeitig die drittgiftigste aller Schlangen der Welt. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Aipysurus duboisii
Bildquelle: deep-blue.npage.de

Allerdings gelten sie als beißfaul und nicht immer verabreichen sie bei einem Biss genug Gift um einen Menschen zu töten. Trotzdem kann jeder Biss tödlich sein. Zudem birgt ein Biss eine besondere Gefahr. Menschen spüren einen Biss der Seeschlange kaum und in der ersten Zeit ist die Bissstelle auf der Haut nicht auszumachen, da die Zähne sehr fein sind. Die Symptome sind ein trockener Hals, unbewegbare Zunge, Übelkeit, Lähmung der Arme und Beine, anschließend des Brustbereichs und am Ende der Atmung. Der Kampf mit dem Tod kann zwischen acht Stunden und 3 Tagen dauern, wenn es keine rechtzeitige Verabreichung des Gegengiftes gibt. Das besonders qualvolle an dem Todeskampf ist, dass man bis zum Ende bei vollem Bewusstsein bleibt. Für andere Menschen sieht es dabei aber so aus, als würde er schlafen.


Tipps zur Ersten Hilfe bei einem Giftschlangenbiss

Im Falle eines Bisses, sollte man sich wie folgt verhalten. Wird einem intensiv und sehr schnell geholfen, hat man gute Erfolgschancen, einen Biss zu überleben. Kommt jedoch Hilfe zu spät, oder wird nicht intensiv genug geholfen, dann sind die Chancen, einen Biss zu überleben, sehr sehr gering. Im Falle eines Bisses sollte man in jedem Fall Ruhe bewahren. Es empfiehlt sich, ein Beruhigungsmittel zu nehmen, um auch psychischer Unruhe entgegenzuwirken. Als nächstes sollte man das gebissene Gliedmaß ruhig stellen. Einen Arm sollte man in eine Schlinge legen und somit schonen, ein gebissenes Bein sollte man am Besten schienen und so ruhig stellen. Man sollte eine gebissene Person im besten Fall so transportieren, dass sie in der horizontalen ist, da so eine Ruhigstellung eher gewährleistet ist, als würde die Person aufrecht transportiert werden. Dann sollte man unbedingt darauf achten, ob man Symptome erkennen kann. Dazu zählen Veränderungen der Bissstelle oder Lähmungserscheinungen oder eine Augenstarre. Die gebissene Person sollte viel trinken. Dabei sollte nur zu Wasser oder Säften gegriffen werden, in keinem Fall alkoholische Getränke oder koffeinhaltige Getränke wie Cola oder Kaffee. Fängt die Atmung an schwächer zu werden, kann man mit Hilfe von Mund-zu-Mund-Beatmung das gefährdete Leben über eine Zeitspanne von mehreren Stunden verlängern, beziehungsweise erhalten. Man sollte nicht versuchen die Bissstelle auszusaugen, auszuschneiden oder auszubrennen, da dies aus medizinischer Sicht nicht sehr hilfreich ist und zudem zu vergrößerten Wunden führen kann, was der gebissenen Person zusätzliche Schmerzen zufügen würde. Des Weiteren sollte man eine Bisswunde nicht kühlen, da Gewebezerstörungen vermehrt auftreten können. Ebenso kann Kühlen der Wunde zu Durchblutungsstörungen führen. Eine helfende Maßnahme stellt ein Druckverband dar. Allerdings sind dies alles nur geringe Gegenmaßnahmen bei einem Giftschlangenbiss. Wirkliche Hilfe verspricht meist nur eine schnellstmögliche Behandlung mit einem Antiserum. Bekommt die gebissene Person das Antiserum nicht schnellstmöglich verabreicht, kann der Biss mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zum Tod der gebissenen Person führen. Heutzutage gibt es glücklicherweise für fast jedes Gift jeder Giftschlange ein Antiserum. Jedoch ist natürlich nicht jeder Arzt oder jedes Krankenhaus der Welt mit jedem existierenden Antiserum ausgerüstet. Jedoch gibt es in den meisten Ländern Giftnotrufzentralen, welche innerhalb kürzester Zeit nahezu jedes Antiserum besorgen können, daher sollte man in jedem Fall eines Giftschlangenbisses an eine Giftnotrufzentrale wenden. Eine Weitere Maßnahme bei einem Schlangenbiss stellt eine künstliche Beatmung dar. Diese kann auch lebensrettend wirken, da die meisten Gifte den Atem lähmen und somit ein ersticken hervorrufen. Eine künstliche Beatmung nimmt der gebissenen Person das Risiko, durch eine Lähmung des Atemapparates zu Tode zu kommen, bis das geeignete Antiserum verabreicht werden kann.

Dienstag, 17. Januar 2012

Dschungelcamp 2012 => Reptilien in Australien

Pünktlich zum Start der neuen Staffel des Dschungelcamps auf RTL, werden hier Reptilien aus Australien vorgestellt.Zunächst ein paar Infos zu der Sendung "Ich bin ein Star - holt mich hier raus", welche meist nur "Das Dschungelcamp" genannt wird. Dieses Jahr, also 2012, wird bereits die sechste Staffel gedreht und ausgestrahlt. Grundsätzlich besteht die Sendung daraus, dass zehn oder elf B, C, D und E Prominente zwei Wochen lang in einem Dschungelcamp in Australien leben und dabei ständig von Fernsehkameras beobachtet und aufgenommen werden. Natürlich gibt es auch ein zu erreichendes Ziel für die Camp-Bewohner, nämlich durch eine hohe Zahl von Zuschaueranrufen so lange wie möglich im Camp zu bleiben und am Ende als Dschungelkönig oder Dschungelkönigin zuletzt das Camp zu verlassen, während alle anderen durch zu geringe Anruferzahlen das Camp früher verlassen müssen. Der Titel "Ich bin ein Star - holt mich hier raus!" ist der Hilferuf, der von den Teilnehmern geschrien werden muss, damit sie eine Dschungelprüfung abbrechen können oder das Camp aus eigenen Stücken verlassen können, wenn sie es nicht mehr aushalten sollten. Über kaum eine Sendung im Deutschen Fernsehen wird so häufig diskutiert, wie über das Dschungelcamp, denn bei jeder Staffel teilt Deutschland sich auf. Die einen, die sich durch diese Sendung belustigen lassen und die anderen, die der Sendung nichts abgewinnen können und sie als "Fernsehen für die Unterschichten" titulieren.Trotz allem sind die Einschaltquoten des Dschungelcamps immer wieder sehr hoch. Bis zu 10 Millionen Zuschauer oder mehr verfolgen durchschnittlich das Leben der "Promis" im Dschungel und dort besonders gerne bei den Dschungelprüfungen, welche häufig sehr eklig sind, aber von den Teilnehmern gemeistert werden müssen, um zumindest etwas mehr Essen zu gewinnen oder bei diversen Zickenkriegen, welche meist auf Hunger und Übermüdung zurückzuführen sind. Allerdings sind Hunger und Übermüdung nicht immer die einzigen Gründe für Zickereien.Für das Dschungelcamp 2012 haben sich wieder 11 mehr oder weniger prominente Menschen finden lassen. Die Teilnehmer dieses Jahres sind der etwas übergewichtige Ex-Bundesliga-Fussballer Ailton, die Ex-Frau von Sylvester Stallone Brigitte Nielsen, das Erotik-Model Micaela Schäfer, ein verstoßener Sohn von Uwe Ochsenknecht Rocco Stark, den DSDS-Verlierern Daniel Lopez und Kim Dembkowski, dem ehemaligen Gewinner von StarSearch Martin Kesici, der Ex-TicTacToe-Sängerin Jazzy, der Schauspielerin Radost Bokel, die Knoff-Hoff-Moderatorin Ramona Leiss und der Next-Uri-Geller Vincent Raven.Durch dieses bunte Teilnehmerfeld und die nicht weniger ekeligen Dschungelprüfungen verglichen mit denen der letzten Staffeln, darf man sich sicherlich von einigen lustigen und ekeligen Szenen überraschen lassen.
Nun zu den wahren Stars in Australien, den Reptilien.Aufgrund der klimatischen Verhältnisse ist Australien für die kaltblütigen und wechselwarmen Reptilien besonders geeignet. Daher ist die Reptilienwelt sehr groß und abwechslungsreich.In Down-Under gibt es besonders viele Schlangenarten, über 160 um genau zu sein, von denen fast zwei Drittel zu den Giftschlangen zählen. Zudem beheimatet der Kontinent Australien 14 der giftigsten Schlangenarten der Welt. Gut zu wissen dabei ist, dass die meisten Schlangen meist vor dem Menschen flüchten werden. Einige Schlangenarten wie der Taipan oder die Tigerotter können dem Menschen aber sehr gefährlich werden.
Ich habe mich dazu entschieden den Inland-Taipan als Vertreter der australischen Schlangen näher vorzustellen. Die Gattung Taipan lässt sich in zwei Schlangenarten unterteilen.In den Inland-Taipan, die giftigste Schlange der Welt, und der Östliche Taipan, die drittgiftigste Schlange der Welt. Der wissenschaftliche Name für den Inland-Taipan lautet Oxyuranus microlepidotus.Er kann eine Länge von bis zu 3 m erreichen und der Körper ist sehr schlank. Die Giftzähne eines ausgewachsenen Inland-Taipans können bis zu 2 cm lang werden. Die Färbung des Körpers ist braun gehalten und sein Kopf ist meist heller bis gelblich gefärbt. Der Taipan wird als sehr wendig und scheu beschrieben und bei Bedrohungen versucht er fast immer zu fliehen. Ist es allerdings nicht möglich zu fliehen, greift er mit mehreren Bissattacken an. Das Gift eines Inland-Taipans ist ein starkes Nervengift, welches die roten Blutkörperchen zerstört und lähmend wirkt. Zudem reicht die Giftmenge eines einzigen Bisses aus, um 250.000 Mäuse damit töten zu können. Glücklicherweise gibt es heutzutage ein spezielles Gegengift für das Gift des Taipans mit der Kennnummer AUST R 74898, da vor der Entwicklung nahezu jeder Biss tödlich verlief.Er lebt ausschließlich in Australien und dort im östlichen Zentralaustralien. Zu seinem Lebensraum gehören Steppen und Wüsten. Dort bevorzugt er locker mit Büschen bewachsene ausgetrocknete Flussbetten. Dort dienen dem Inland-Taipan Nagetierbauten oder Felsspalten als Unterschlupf. Zu seiner Hauptnahrung gehören Ratten und kleine Beuteltiere.
Trotz der hohen Gefahr, die von dem Inland-Taipan ausgeht, gibt es Leute, die ihn in einem Terrarium halten. Allerdings werden Taipane nur sehr selten zum Verkauf angeboten und wenn, dann sind sie sehr sehr teuer. Um einen Taipan in einem Terrarium vernünftig zu halten, benötigt man ein größeres Terrarium mit vielen Möglichkeiten zum Unterschlupf. Für den Bodengrund sollte man eine Mischung aus Torf und Sand verwenden und der Schlange ein großes Wasserbecken zur Verfügung stellen. Man sollte das Terrarium etwa 13 Stunden pro Tag beleuchten und es sollten tagsüber eine Temperaturen zwischen 25°C und 28°C herrschen. In der Nacht sollten die Temperaturen auf 22°C bis 24°C sinken. Man muss bei jedem Griff ins Terrarium besonders aufpassen und darauf achten, den Taipan niemals in die Enge zu treiben, da er sonst mehrmals hintereinander stark zubeißen wird.

Ein weiteres beliebtes Reptil aus Australien ist die Kragenechse.Ihr wissenschaftlicher Name lautet Chlamydosaurus kingii.Kragenechsen sind sehr interessante Reptilien. Sie erreichen eine Körperlänge von etwa 25 cm und eine Schwanzlänge von ca. 50 cm, weshalb sie auf eine durchschnittliche Gesamtlänge von knapp 70 cm kommen. Die Männchen werden dabei deutlich größer und schwerer als die Weibchen.Auf ihren Namen kommt die Kragenechse durch ihren aufstellbaren Halskragen, den sie durch Öffnen ihres Mauls aufstellen kann. Ebenso wird der Halskragen als eine Art Heizung genutzt, da er morgens oft aufgestellt wird, um die Oberfläche der Echse zu vergrößern, damit mehr Sonnenstrahlen aufgenommen werden können und die Echse schneller zu erwärmen. Droht der Kragenechse Gefahr, dann stellt sie ihren Kragen hoch, um sie größer und furchteinflössender erscheinen zu lassen. Meist läuft die Echse dann zu einem in der nähe liegenden erhöhten Platz, um ihre Drohhaltung zu verstärken. Zudem stellen sich die Echsen auf ihre Hinterbeine und Schlagen mit dem Schwanz. Flüchten sie, rennen sie auf ihren Hinterbeinen davon. Ausserdem dient nicht nur ihr Maul als Waffe, ihre scharfen Krallen an den Füßen und Händen können ebenfalls tiefe Wunden verursachen.



                          Eine Kragenechse in Aktion, das Video ist leider nur in Englisch.

Ausserdem benutzt die Kragenechse ihren Kragen auch noch bei der Paarung zum Beeindrucken von Weibchen und zum Abschrecken von Rivalen.Die Kragenechse bewohnt vorwiegend Trockenwälder im Norden von Australien. Man findet sie auf Bäumen, Mauern, Zaunpfählen und Termitenhügeln. Am häufigsten findet man Kragenechsen jedoch beim Jagen am Boden. Lange Zeit sieht man sie an Baumstämmen und nach Beute am Boden Ausschau halten. An manchen Tagen sind sie aktiv und klettern unentwegt und an anderen Tagen faulenzen sie nur in der Sonne. Kragenechsen sind in der Natur eher als Einzelgänger unterwegs. Zu ihren natürlichen Feinden gehören Greifvögel, Dingos und Schlangen. Dadurch, dass die Haltung von Kragenechsen eine Menge Erfahrung im Bereich der Terraristik benötigt und die Echsen extrem viel Platz benötigen ist die Kragenechse auf keinen Fall für Anfänger in dem Terraristik-Bereich geeignet! Man kann sie im Terrarium aber auch als Pärchen oder in einer Gruppe von einem Männchen und mehreren Weibchen halten, wenn man genügend Platz zur Verfügung hat. In Gefangenschaft werden Kragenechsen bis zu 10 Jahre alt. Will man Kragenechsen jedoch als Haustiere halten, sollte man ihnen am Besten ein ganzes Zimmer bereitstellen. Die Echsen brauchen senkrechte dicke Äste, an denen sie klettern und schlafen können. Man sollte diese Äste in solchen Abständen anbringen, dass die Echsen auch von Ast zu Ast springen könnten. Man benötigt ebenfalls eine große Wasserschale und man sollte das Wasser täglich wechseln, da die Kragenechsen die Schale oftmals auch als Toilette benutzen. Für den Bodengrund verwendet man am Besten ein Gemisch aus Erde und Sand. Jungtiere sollten täglich gefüttert werden, ausgewachsene Kragenechsen sollten nicht öfter als 4 mal in der Woche gefüttert werden.

Ebenso beliebt ist der auch Dornteufel gennante Moloch aus Australien.Sein wissenschaftlicher Name lautet Moloch horridus.Der Dornteufel ist eine aus Australien stammende wüstenbewohnende und exotisch und spektakulär anmutende Agamenart. Ausgewachsene Männchen werden bis zu 20 cm groß und die Weibchen werden etwas kleiner. Sie können bis zu 18 Jahre alt werden. Der gesamte Körper sowie Beine und Schwanz des Dornteufels ist mit großen Stachelschuppen besetzt, welche wie Dornen aussehen. Die zwei größten Dornen sitzen wie zwei Hörner direkt über den Augen des Molochs. Sie sind nachtaktive Reptilien. Der natürliche Lebensraum des Dornteufels ist die Steppe in Zentralaustralien. Für diesen Lebensraum ist er besonders gut angepasst. Seine langen Beine ermöglichen es ihm, sich über den heißen Wüstensand zu bewegen ohne, dass der Körper den Boden berührt. Besonders interessant ist seine Art zu trinken. Die Haut des Dornteufels ist durchzogen mit kleinen Furchen, durch welche jede Feuchtigkeit in Richtung seiner Mundwinkel geführt wird, was durch Kapillarkräfte der Furchen geschieht. Dadurch können Dornteufel morgendlichen Tau als Trinkwasser nutzen oder dadurch trinken, dass ein Bein ins Wasser getaucht wird. Das Futter der Dornteufel besteht aus Ameisen und Termiten. Findet die Echse ein Termiten- oder Ameisennest, lauert sie und wartet auf die Insekten. Laufen diese dann in Straßen aus dem Nest heraus oder herein, streckt der Dornteufel seine klebrige Zunge heraus, an der einzelne Insekten kleben bleiben. Dieses Insekt wird dann ohne Kauen runtergeschluckt. Bis zu 40 Ameisen in der Minute können so gefressen werden. Dies wird so lange wiederholt, bis der Dornteufel satt ist. Dabei kann es vorkommen, dass eine Mahlzeit aus bis zu 1000 Ameisen besteht.Oft findet man die Dornteufel in großen Gruppen beim gemeinsamen Bad in der Sonne.Droht Gefahr, bleibt der Moloch ohne Bewegung stehen, selbst wenn eines seiner Beine noch in der Luft stehen sollte. Dornteufel stehen unter Artenschutz und sind vom Aussterben bedroht.

Ein weiteres in Australien bekanntes Reptil ist die Australische Schlangenhalsschildkröte.
Ihr wissenschaftlicher Name lautet Chelodina longicollis.
Ihr Panzer erreicht eine Länge von bis zu 25 cm und ihr Hals kann bis zu 20 cm lang werden.
Die Australische Schlangenhalsschildkröte kann ein Gewicht von bis zu 2 kg erreichen.
Heimisch ist die Australische Schlangenhalsschildkröte in Australien.
Dort kann man sie besonders in Sümpfen, langsam fließenden Gewässern und Seen antreffen.
Sie ist tagaktiv und verbringt die meiste ihrer Zeit im Wasser. Sie ist ein ausgezeichneter Schwimmer. Das Wasser wird nur zur Eiablage und zum gelegentlichen Sonnen verlassen.
Droht Gefahr, legt die Australische Schlangenhalsschildkröte ihren Kopf samt Hals seitlich unter den Panzer. Als Futter dient der Australischen Schlangenhalsschildkröte Krebse und kleine Fische, welche von ihr eingesaugt werden.
Allerdings sind die Australischen Schlangenhalsschildkröten vom Aussterben bedroht und ihr Status ist "stark gefährdet".

Montag, 9. Januar 2012

Stachelschwanzwarane

Der Stachelschwanzwaran ist ein ebenfalls sehr häufig in Terrarien gehaltenes Reptil.
Sein wissenschaftlicher Name lautet Varanus acanthurus.

Ihr natürlicher Lebensraum befindet sich in Nordaustralien und auf einigen vorgelagerten Inseln.
Die Stachelschwanzwarane bevorzugen felsige Gebiete und da sie zu den
tagaktiven Einzelgängern gehören und überwiegend Bodenbewohner sind, verstecken sie sich gerne nachts in Höhlen, Spalten und unter Steinplatten.
Männchen und Weibchen lassen sich gut unterscheiden, da die Männchen sehr viel größer sind als die Weibchen sowie ausgeprägte Stachelschuppen tragen, welche sich an ihrer Kloakenöffnung befinden. Stachelschwanzwarane erreichen eine Länge von bis zu 60 cm. Dabei beträgt die Körper-Rumpflänge meist nicht mehr als 25 cm.

ein Bild zweier Stachelschwanzwarane aus einer kostenlosen Kleinanzeige auf markt.de

Bei der Gestaltung des Terrariums sollte man besonders darauf achten, den Stachelschwanzwaranen viele Klettermöglichkeiten zu bieten. Da sie sehr gerne klettern und dies auch gut beherrschen.
Im Sommer tagsüber um die 30°C und nachts um die 20°C im Terrarium herrschen, während man es 12 Stunden lang am Tag beleuchten sollte.
Im Winter sollten allerdings am Tage nur 20°C und in der Nacht um die 16°C herrschen.
Die Beleuchtungsdauer sollte im Winter 8 Stunden mit einem Neonlicht betragen.
Als Futter für Stachelschwanzwarane eignen sich besonders Insekten, dabei insbesondere Heuschrecken und Käfer. Allerdings würden sie auch kleinere Echsen gern verspeisen, weshalb man immer darauf achten sollte, dass man niemals Jungtiere in dem gleichen Terrarium hält, in dem man ausgewachsenere Exemplare hält. Sie würden einfach aufgefressen werden.

Grüne Wasseragamen

Die Grüne Wasseragame ist ein ebenfalls beliebtes Reptil in der Terraristikszene.Link
Dabei ist sie für Anfänger ebenso geeignet wie für Profis, denn wenn man genügend Platz und die richtige technische Ausrüstung besitzt, sind Grüne Wasseragamen leicht zu halten. Selbst Anfängern gelingen Nachzuchten meist ohne Probleme, wenn sie sich gut um ihre Reptilien kümmern und sie richtig und artgerecht pflegen.
Der wissenschaftliche Name für die Grüne Wasseragame lautet Physignathus cocincinus.
Ein anderer Name für sie ist "Grüner Wasserdrachen".
Frisch geschlüpfte Jungtiere sind mit Schwanz meist etwa 15 cm lang.
Ausgewachsene Weibchen werden bis zu 80 cm groß und Männchen bis zu 1 m.
Die Kopf-Rumpflänge bildet dabei meist nicht mehr als 30 cm und sie erreichen ein Gewicht von bis zu 300 g.
In freier Wildbahen leben sie in Regenwäldern und besonders in Südostasien.
Man kann sie in Kambodscha, Laos, Thailand und Vietnam antreffen.
Grüne Wasseragamen leben meist in den Pföanzen an Teichen, Flüssen oder Bächen.
Sie sind zwar Baumbewohner, aber man kann sie oft am Boden antreffen.
Besonders gern sind sie im Wasser uns sie können sehr gut schwimmen und tauchen.
In Gefahrsituationen tauchen sie unter und bleiben bis zu 2 Stunden unter Wasser.
Grüne Wasseragamen legen bevorzugt ihren Kot im Wasser ab.
Hält man sie artgerecht und liefert man ihnen eine ausgewogene Ernährung können sie 15 bis 20 Jahre alt werden.


Bild einer Grünen Wasseragame aus einer kostenlosen Kleinanzeige auf markt.de



Will man Grüne Wasseragamen im Terrarium halten, so gilt auch hier:
Das Terrarium muss groß genug sein. Für eine adulte (erwachsene) Wasseragame sollte ein Terrarium nicht unter 2 m in der Länge, 1 m in der Tiefe und 2 m in der Höhe groß sein.
Allerdings schadet es den Reptilien nicht, wenn sie ein größeres Terrarium zur Verfügung haben.
Grüne Wasseragamen können sehr gut klettern. Daher sollte ihnen das Terrarium eine Vielzahl von Klettermöglichkeiten bieten und zudem viele Pflanzen, die ihnen als Versteckmöglichkeiten dienen. Dazu eignet sich besonders die tropische Palme, Farne oder die Efeu-Tute.
Da Grüne Wasseragamen in freier Wildbahn immer in der Gewässernähe leben, sollte man auch im Terrarium darauf achten, dass sie ein großen Wasserteil oder eine sehr sehr große Wasserschale zur Verfügung haben.
Für den Bodengrund empfiehlt sich Terrarienerde oder ein Gemisch aus Erde, Sand und Torf.
Hauptsache der Bodengrund kann Feuchtigkeit gut speichern.
Im Terrarium sollte tagsüber eine Temperatur zwischen 25°C und 30°C und nachts zwischen 20°C und 22°°C herrschen.
Um den Grünen Wasseragamen einen regelmäßigen Tagesablauf zu bieten, sollte man die Beleuchtung des Terrariums über eine Zeitschaltuhr steuern, wobei die Beleuchtungsdauer täglich 12 Stunden nicht übermäßig überschreiten sollte.
Die perfekte Luftfeuchtigkeit für Grüne Wasseragamen in einem Terrarium liegt zwischen 70 und 100%.
Da sie sich in ihrem natürlichen Lebensraum sehr abwechslungsreich ernähren, wie zum Beispiel durch Pflanzen, Insekten, Fische, Krebstiere oder kleinen Vögeln, sollte man ihre Ernährung im Terrarium ebenfalls abwechslungsreich gestalten.
Um jedoch eine Überfütterung vermeiden zu können, sollte man ausgewachsene Tiere nicht öfter als 3 Mal in der Woche füttern. Dafür muss man dem Trinkwasser besondere Beachtung schenken und es täglich wechseln. Andernfalls können sich Bakterien und Keime sehr schnell bilden und somit der Grünen Wasseragame schaden.Link

Leopardgeckos

Leopardgeckos sind ebenfalls Reptilien, die gerne in einem Terrarium gehalten werden.
Der wissenschaftliche Name für Leopardgeckos lautet Eublepharis macularius.
Sie erreichen eine Größe von 20 cm - 25 cm inklusive ihrem Schwanz und kommen dabei auf ein Gewicht zwischen 40 g und 70 g.
Leopardgeckos erreichen im Normalfall ein Alter von 15 bis 20 Jahren.
Der natürliche Lebensraum der Leopardgeckos befindet sich in Südostasien. Genau genommen größtenteils in Afgahnistan, Indien und Pakistan.
Leopardgeckos bevorzugen trockene steppenartige Landstriche, wobei sie sich besonders gern auf Lehm und Steinen aufhalten. Sie sind Bodenbewohner und man findet sie nur sehr selten beim Klettern. Leopardgeckos mögen es sich in Erdhöhlen zu verstecken. Jedes Jahr halten sie, meist von November bis März, ihre Winterruhe.
Leopardgeckos zählen zu den dämmerungs- und nachtaktiven Reptilien. Daher wird man sie tagsüber selten antreffen. Es sei denn man findet sie beim Sonnenbaden, da sie Wärme lieben. Dann sieht man sie auf der wärmsten Stelle am Boden und es kommt nicht selten vor, dass Leopardgeckos dabei nebeneinander und übereinander liegen.
Es gibt unzählige Farb- und Zeichnungsvarianten von ihnen. Allerdings haben sich in den letzen Jahren eher die Leopadgeckos etabliert, die stärkere Färbungen haben.

Bild eines Leopardgeckos aus einer kostenlosen Kleinanzeige auf markt.de

Will man Leopardgeckos in einem Terrarium als Haustier halten, muss man, wie bei jedem anderen Reptil auch, dafür sorgen, dass das Terrarium Platz genug für seine Reptilien bietet.
Die Mindestanforderungen an ein Terrarium für Leopardgeckos betragen 4 mal die Körper-Rumpflänge in der Länge, 3 mal die Körper-Rumpflänge in der Tiefe und 2 mal die Körper-Rumpflänge in der Höhe.
Als Bodengrund empfiehlt sich eine Mischung aus rotem Terrariensand, welcher ein großen Anteil an Ton beinhaltet und somit lehmhaltigen Boden imitiert und normalem Spielsand, damit der Boden noch gut zum Graben geeignet ist. Denn Leopardgeckos lieben es zu graben.
Zudem sollte man seinen Leopardgeckos eine Möglichkeit zum Verstecken bieten. Besonders gut eignen sich dafür Höhlen aus Kork.
Um ihnen eine Stelle zum Wärmen zu geben, empfiehlt es sich eine Wärmelämpe anzubringen.
Um die Reptilien zu füttern verwendet man am Besten Heimchen, Grillen oder mittelgroße Heuschrecken.