Mittwoch, 23. Mai 2012

Das Gift der Schlangen - Hilfe für die Medizin oder Gefahr für Menschen?


In diesem spannenden Video von ntv wird über die wissenschaftliche Nutzung des Schlangengifts berichtet.

Freitag, 4. Mai 2012

Fressverhalten und besondere Fähigkeiten von Schildkröten


Fressverhalten und Nahrung von Schildkröten

Schildkröten besitzen in ihrem Maul keine Zähne, sie besitzen Kieferleisten, die wie kräftige Schneidwerkzeuge wirken. Nahrung wird nicht gekaut, sie wird entweder unzerkleinert verschlungen oder die Schildkröten reißen mit ihrem Maul und mit Hilfe ihrer Vorderbeine Stücke ab. Schildkröten zählen zu den Omnivoren, den Allesfressern, jedoch sind viele Arten entweder starke Pflanzenfresser, also herbivor, oder starke Fleischfresser, also carnivore. Zudem wird für ihr großes Knochenskelett inklusive Knochenpanzer und für die Ausbildung der hartschaligen Eier Nahrung benötigt, die sehr viel Calcium liefert. Im Grunde fressen die verschiedenen Schildkrötenarten bevorzugt Blüten, Früchte, Algen und Wasserpflanzen, Insekten, Schnecken, Würmer, Seesterne, Krabben, Fische sowie Aas und Ausscheidungsprodukte von diversen Säugetieren. Manche Arten haben sich auf bestimmte Nahrung spezialisiert, so ernährt sich beispielsweise die Lederschildkröte nahezu ausschließlich von Quallen. Manche Schildkrötenarten haben ihre Anatomie im Laufe der Evolution an ihre speziellen Jagdmethoden angepasst. So wartet die Geierschildkröte mit offenem Maul solange, bis ein Fisch Interesse an einem wurmförmigen Etwas in ihrem Maul gefunden hat und ihr Maul dann blitzschnell zuschnappt. Die Fransenschildkröte liegt solange im Schlamm getarnt durch ihren Panzer, der mit Algen bewachsen ist und nahezu komplett mit ihrer Umgebung verschmolzen, bis sie durch plötzliches Öffnen ihres riesigen Maules ihre Beute einsaugt. Geschlechtsreife Weibchen und Männchen lassen sich dadurch Unterscheiden, dass die Kloake, die Ausscheidungsöffnung in der Schwanzwurzel, des Weibchens sich näher am Panzerrand befindet, als die des Männchen, die eher am Schwanzende liegt. Des Weiteren ist der Schwanz des Männchen häufig länger und direkt am Ansatz breiter, da dort der Penis liegt, der nur für den Geschlechtsakt ausgefahren wird. Zudem sind die Männchen meist etwas kleiner als die Weibchen.


Moschus-Schildkrötenbaby






Besondere Fährigkeiten von Schildkröten

Neben dem hohen Schutz, den der Panzer bietet, hat er noch einen weiteren Vorteil. Dieser Vorteil besteht darin, dass der durch den Panzer größtenteils starre Körper unter Wasser zu einer höheren Geschwindigkeit führt. Zudem können Schildkröten sehr gut sehen, sind sogar in der Lage Farben besser zu unterscheiden als Menschen es können, da ihre Augen vier verschiedene Farbrezeptoren besitzen. Dadurch können sie einige Wellenlängen des Lichtes außerhalb des für den Menschen sichtbaren Bereichs, also leichte Infrarotstrahlung und leichte Ultraviolettstrahlung, wahrnehmen. Ihr Auge ist ebenfalls in der Lage, den Brechungswinkel von Wasser auszugleichen, wodurch Schildkröten ihre Feinde und ihre Nahrung im Wasser klar erkennen. Wissenschaftler haben beobachtet, dass die Geschwindigkeit von mit dem Auge beobachteter Bewegungen einen Einfluss auf die Reaktion zur Flucht der Schildkröte nimmt, denn Schildkröten, denen man sich schnell nähert fliehen weitaus schneller, als wenn man sich ihnen langsam nähert. Riechen können Schildkröten auch sehr gut. Die Geruchsrezeptoren von Schildkröten befinden sich im Rachenraum und sie riechen durch Kaubewegungen des Unterkiefers. So können sie Nahrung erkennen oder auch geeignete Erde, um ihre Eier zu vergraben. Schildkröten erkennen Geschlechtspartner am Geruch und im Wasser lebende Schildkrötenarten sind in der Lage unter Wasser über eine große Distanz einen Geschlechtspartner wahrzunehmen.Schildkröten können sich ihre Futterquellen und Fluchtwege merken und sie besitzen einen stark ausgeprägten Orientierungssinnder sich mit zunehmendem Lebensalter noch verstärkt. Schildkröten besitzen ebenfalls eine gute Schmerzempfindung, einen guten Sinn für Temperaturen und einen guten Gleichgewichtssinn. Sie geben meist kein Laut von sich. Nur in Schreckreaktionen stoßen sie Luft aus, indem sie schnell ihren Kopf zurückziehen. Dies erzeugt ein Fauchen. Bei der Paarung geben manche männliche Landschildkröten Pieplaute von sich und Weibchen geben diese manchmal bei Kämpfen mit anderen Weibchen um die besten Ablegeplätze für die Eier von sich. Wenn Landschildkröten Früchte und Schnecken zu hastig freissen, können sie für kurze Zeit einen Schluckauf bekommen, der auch ein schluckaufartiges Geräusch erzeugt. Meeresschildkröten haben eine einmalige Fortbewegungsweise entwickelt. Sie bewegen sich fort, indem sie ihre vorderen Gliedmaßen, die wie Flossen geformt sind, auf und ab schlagen. So erreichen sie schnell hohe Geschwindigkeiten unter Wasser, ohne viel Energie einzusetzen. Generell haben sich Schildköten an ihren jeweiligen Lebensraum angepasst. Arten, die nahe am Wasser leben besitzen meist Schwimmhäute an den hinteren Gliedmaßen. Schildkröten, die einen heißeren Lebensraum bewohnen, besitzen säulenförmige Beine, welche durch Hornschuppen einen guten Schutz gegen Austrocknung und gegen Verletzungen bieten.

kleine Landschildkröte bei einem Ausflug ins Blumenbeet



Dienstag, 1. Mai 2012

Schildkröten und ihr Panzer: Beschreibung und Erklärung

Schildkrötenbilden eine Unterordnung der Reptilien und sie heißen mit wissenschaftlichem Namen testudinata, bzw. testudines. Früher nannte man sie chelonia. Zurzeit gibt es 313 Arten der Schildkröten. Im Laufe der Evolution haben sie sich den unterschiedlichsten Umgebungen angepasst.

Es gibt unter anderem Landschildkröten und Wasserschildkröten, Schildkröten, die in Wüsten leben und Schildkröten, die in Flüssen leben. Es gibt Riesenschildkröten und Lederschildkröten. Außerdem gibt es noch Weichschildkröten, Schlangenhalsschildkröten und Meeresschildkröten. Schildkröten zählen zu den wechselwarmen Reptilien und sie sind ovipar, sie legen Eier. Schildköten gab es schon auf unserer Erde, bevor die Dinosaurier sich überhaupt erst entwickelt haben. Zu ihren nächsten Verwandten gehören lustigerweise die Vögel und alle anderen Reptilienarten. Nur dadurch, dass Schildkröten in der Lage sind, sich nahezu jeder Umgebung anzupassen, war es ihnen möglich, immernoch nicht ausgestorben zu sein. Leider sind mittlerweile sehr viele Schildkrötenarten vom Aussterben bedroht, da der Mensch immer wieder Jagd auf sie gemacht hat. Trotzdem kann man, ausgenommen von den Polargebieten der Arktis und Antarktis, überall auf der Welt Schildkröten antreffen. In Deutschland ist nur eine einzige Schildkrötenart einheimisch und dies ist die Europäische Sumpfschildkröte, deren wissenschaftlicher Name Emys orbicularis orbicularis lautet.

Landschildkröte frisst Salatblätter


Der Schildkrötenpanzer

Der Schildkrötenpanzer ist das, was die Schildkröten einzigartig macht, denn es gibt auf der Erde kein Wirbeltier, das einen vergleichbaren Körperbau aufweist. Dieser Panzer ist zusammengesetzt aus dem Carapax, dem Rückenpanzer, und dem Plastron, dem Bauchpanzer, welche zusammen die wichtigsten Organe und zudem die wichtigsten Körperpartien schützen. Der Schildkrötenpanzer lässt sich am Ehesten mit dem Exoskelett von Insekten vergleichen. Die tiefste Schicht des Panzers besteht aus Knochenplatten, die sich im Laufe der Evolution durch eine Verschmelzung der Rippen, des Schultergürtels und des Beckengürtels mit der Wirbelsäule entwickelt haben. Durch die Stabilität und die Festigkeit des Knochenpanzers musste sich die Atmung der Schildkröten im Laufe der Evolution ebenfalls anpassen. Sie atmen durch Bewegungen ihrer Arme und Beine unter Zuhilfenahme von starken Muskelpaketen, die die Atmung ebenfalls unterstützen. Über der massiven Knochenpanzerschicht kann sich entweder eine ledrige Hautschicht befinden oder eine Schicht aus Hornschilden, welche scuta genannt wird und aus Keratin besteht. Welche Schicht sich jedoch über dem Knochenpanzer befindet, ist je nach Schildkrötenart unterschiedlich. Wie die Hornschilde gefärbt sind, hängt von dem Lebensraum der jeweiligen Schildkröte ab, denn diese haben sich in ihrer Färbung im Laufe der Evolution häufig ihrem Lebensraum nahezu perfekt angepasst. Natürlich lassen sich die Hornschilde auch identifizieren und eingruppieren. Im Folgenden finden Sie eine allgemein gefasste Übersicht der Hornschild-Gruppen, die jedoch bei bestimmten Schildkrötenarten in ihrer Anzahl oder ihrem generellen Dasein abweichen können. Zunächst finden Sie die Gruppen des Carapax, welche von vorne nach hinten beschrieben werden. Als erster Hornschild findet sich ein Nackenschild, welcher auch Cervivale oder Nuchale genannt wird. Daran schließen sich die fünf Wirbelschilde, auch Vertebralia und die acht Rippenschilde, welche Pleuralia oder Costalia genannt werden, an. Die Wirbel- und Rippenschilde sind umgeben von den 24 Randschilden, auch Marginalia genannt. Zuletzt findet sich am hinteren Ende des Rückenpanzers noch ein Caudale, ein Schwanzschild. Die Hornschilde des Plastrons sind nicht von Randschilden umgeben. Sie werden ebenfalls von Kopfseite nach Schwanzseite der Schildkröte beschrieben. Zuerst sind zwei Kehlschilde, die Gularia, welche an die zwei Armschilde, die Humeralia, anschließen. Diesen folgen die zwei Axillaria, die Achselschilde, und zwei Pectoralia, Brustschilde. Anschließend findet man zwei Bauchschilde, die Abdominalia, und zwei Hüftschilde, die auch Inguinalia genannt werden. Zudem befinden sich noch zwei Beinschilde, die Femoralia, und zuletzt zwei Afterschilde, auch Analia genannt, im Bauchpanzer. Dadurch, dass der Hornpanzer und der Knochenpanzer nicht genau übereinander legen, sondern gegeneinander verschoben sind, erhöht sich die Stabilität des Panzers enorm. Natürlich unterscheiden sich die Panzer der einzelnen Schildkrötenarten voneinander und manche unterscheiden sich mehr von anderen, manche weniger. Manche Schildkrötenarten besitzen Höcker auf ihren Panzern, so zum Beispiel die Höckerschildkröten. Die Dosenschildkröte und einige andere Schildkröten sind in der Lage ihren Plastron durch eine Art Scharnier hochzuklappen und somit ihren Panzer komplett zu verschließen. Gelenkschildkröten besitzen eine ähnliche Fähigkeit, bei ihnen ist es jedoch ein Scharnier im Carapax, wodurch sie ihren Panzer verschließen können.

Wasserschildkröte auf Tauchgang in einem Aquaterrarium

Montag, 30. April 2012

Wissenswertes über Schildkröten

Natürlich gibt es im Themenbereich der Schildkröten viel Wissenswertes und viele interessante Fakten. Einige finden Sie im Folgenden. So ist die Lederschildkröte, mit wissenschaftlichem Namen Dermochelys coriacea, die größte Schildkröte. Sie ist ebenfalls die einzige Schildkröten, die keinen festen Knochenpanzer besitzt, sondern nur eine stromlinienförmige, ledrige und bewegliche Hülle. Zudem ist die Lederschildkröte auch die schnellste Schildkröte, denn sie kann eine Geschwindigkeit von bis zu 35 km/h erreichen. Die langsamste Schildkröte der Erde ist die Schildkröte der Gattung Gopherus. Sie kann eine Maximalgeschwindigkeit von bis zu 0,2 bis 0,5 km/h erreichen. Die Schildkröte mit dem langsamsten Jugendwachstum ist definitiv die Suppenschildkröte, deren wissenschaftlicher NameChelonia mydas lautet. Schildkröten dieser Art erreichen meist erst mit einem Alter von 50 Jahren die Geschlechtsreife. Es gibt nur eine Schildkrötenart, die ihre Eier unter Wasser im Schlamm ablegt, die Kehlschildschlangenhalsschildkröte, deren wissenschaftlicher Name Chelodina rugosa lautet. Die Embryonalentwicklung startet erst dann, wenn das Gewässer ausgetrocknet ist und die Eier somit nicht mehr unter Wasser liegen. Einer griechischen Legende nach wurde im Jahr 456v. Chr. der griechische Theaterschriftsteller Aischylos von einem Adler getötet, der eine Schildkröte auf seinen Kopf fallen lies. Diese Legende scheint sogar recht glaubwürdig, denn Adler verzehren Schildkröten, nachdem sie den Schildkrötenpanzer durch einen Sturz auf den Boden zerbrochen haben. In der griechischen Mythologie gibt es eine Jungfrau, die den Namen Chelone trägt. Diese wurde in eine Schildkröte verwandelt. Zu guter Letzt noch ein interessanter Fakt: Am 23. Mai wird seit 1990 jedes Jahr der Weltschildkrötentag begangen.
Schildkröten haben es auch schon in die Welt der Kinofilme, der Comics und der Zeichentrickserien geschafft.

Freitag, 27. April 2012

Gefährdung von Schildkröten und weitere kulturelle Bedeutung

Natürlich befindet sich die Schildkröte in akuter Bedrohung durch andere Tiere und besonders auch den Menschen. Schon als Eier und als frisch geschlüpfte Schildkröten sterben viele von ihnen durch Krabben und Vögel. Ausgewachsene Schildkröten haben nur noch wenige natürliche Feinde, wie zum Beispiel Krokodile oderAlligatoren. Aber auch der Mensch zählt zu den Fressfeinden der Schildkröten, denn es gibt viele Gebiete auf unserer Erden, in denen Schildkröten aller Art als Delikatessen verspeist wurden und immernoch verspeist werden. Ein Beispiel ist die europäische Sumpfschildkröte, die bis vor ca. 150 Jahren in Deutschland noch sehr oft anzutreffen war. Mittlerweile jedoch ist die Population der europäischen Sumpfschildkröte so stark verringert worden, dass man sie nahezu garnicht mehr in Gewässern antreffen kann und, dass kaum noch jemand sich darüber im Klaren ist, dass die europäische Sumpfschildkröte eine in Deutschland einheimische Tierart ist, beziehungsweise war. Früher wurden Riesenschildkröten auf Inselngruppen im Pazifischen Ozean und auch auf den Galapagos-Inseln von Seefahrern und Matrosen gefangen, da das Fleisch dieser Schildkröten als sehr lecker und als Medizin gegen Magenbeschwerden galten. Dies hat jedoch innerhalb der letzten Jahrzehnte nachgelassen. Schildkröten werden allerdings noch immer in großer Anzahl auf Lebensmittelmärkten Südostasiens angeboten, darunter oft auch Schildkrötenarten, die durch das Washingtoner Artenschutzabkommen, CITES, geschützt sein sollten. Menschen kommen jedoch nicht nur dadurch mit Schildkröten in Berührung, indem sie ihnen als Nahrung dienen. Schildkröten werden schon seit mehr als tausend Jahren von Menschen als Haustiere gehalten. Schildkröten gelten in vielen verschiedenen Kulturen als freundlich, als sympathisch oder auch als heilig. Viele Tiere wurden vor der Einführung des Artenschutzabkommens in europäische Länder importiert. Alleine während des Transports und innerhalb des ersten Jahres nach dem Import, starben mehr als 70% der Tiere. Ebenfalls schwinden die Populationen der Schildkröten noch immer, da es auch heutzutage noch viele Menschen gibt, die als Touristen Schildkrötenbabys als Souvenir aus dem Urlaub mit nach Hause bringen. Natürlich wurden Schildkröten nicht nur als Nahrung genutzt, auch ihre Panzer hatten viele Verwendungsmöglichkeiten. Die Panzer der kleineren Schildkröten wurden zu Schmuck und kleinen Gebrauchsgegenständen in einem Stück verarbeitet. Aus vielen Panzern hat man Musikinstrumente hergestellt. Bei den Meeresschildkröten wurde und wird nicht der gesamte Knochenpanzer benutzt, man verwendet nur die obersten Hornschichten. Dies nennt man auch Schildpatt. Obwohl es weltweit ein Verbot für die Verwendung und den Verkauf von Schildpatt gibt, lockt der Wert des Schildpatts von etwa 5000€/kg auf dem Weltmarkt noch immer Händler an, was die Population der Schildkröten weiterhin bedroht. Eine weitere Bedrohung für Schildkröten ist ihr durch den Menschen und durch den Klimawandel gefährdeter Lebensraum. Viele Landschildkröten sterben an den Folgen von Insektiziden und Herbiziden, welche sie vergiften oder ihre Nahrung zerstören. Viele Gebiete, in denen Schildkröten leben, werden durch Straßen unterteilt, was zu vielen überfahrenen Schildkröten führt. Durch die touristische Erschließung neuer Strände und Urlaubszielen wird den Meeresschildkröten die Fortpflanzung erschwert, da es immer weniger geeignete Strände gibt, an denen sie nisten können. Besonders wichtig für den Schutz von Schildkröten und anderen bedrohten Tierarten war die Verabschiedung des Washingtoner Artenschutzabkommen CITES im Jahr 1975. Diesem sind mittlerweile so gut wie alle Staaten weltweit beigetreten. Dieses Abkommen erfordert beim Verkauf Genehmigungen mit einer individuellen Erkennungsmöglichkeit des jeweiligen Tieres mit Hilfe von Mikrochips oder eindeutige Fotos von Panzern. Ebenfalls ist jeder Halter dazu verpflichtet einen Verkauf, Kauf, eine Nachzucht oder einen Tod seiner Tiere den jeweiligen Behörden zu melden. Wird gegen diese Gesetze verstoßen, so drohen sehr hohe Bußgelder, kostenpflichtige Beschlagnahmungen der Tiere oder auch Haftstrafen.

kleine Maurische Landschildkröte

Freitag, 20. April 2012

Fortpflanzung von Schildkröten und ihr hohes Alter

Fortpflanzung von Schildkröten

In der Paarungszeit werden die Weibchen gezielt von den männlichen Tieren aufgesucht, die durch die Geruchshormone, auch Pheromone, des Weibchens geleitet werden. Dann kommt es zunächst zu einer Art Balz, in der das Weibchen verfolgt wird, es häufig in die Beine gebissen wird und das Männchen den Panzer des Weibchens rammt. Anschließend kommt es zum Geschlechtsakt, bei dem das Männchen sich nahezu auf das Weibchen legt und sich an dessen Panzer festklammert. Dadurch dass das Weibchen den Samen speichern kann, bleibt es nach einem geglückten Geschlechtsakt über mehrere Jahre befruchtungsfähig, ohne erneut den Geschlechtsakt vollziehen zu müssen. Dies ermöglichte den Schildkröten das Besiedeln neuer Lebensräume. Die Oviposition, auch Eiablage genannt, findet bei allen Schildkrötenarten an Land statt und ereignet sich ein paar Wochen nach der Befruchtung. Das Weibchen sucht eine für die Eiablage passende Stelle und unternimmt dafür oftmals auch lange und gefährliche Wanderungen. Auswahlkriterien für den Ablageplatz sind zum Einen die Sonnenlage, die Bodenbeschaffenheit und ob der Platz Sicherheit bei Überschwemmungen bietet. Wurde ein Eiablageplatz einmal ausgesucht, wird dieser Platz meist viele Jahre am Stück wiederbenutzt. Um den Platz für die Eiablage herzurichten gräbt die weiblche Schildkröte mit den Hinterbeinen eine tiefe Grube, legt die Eier ab und gräbt die Grube wieder zu. Ausgebrütet werden die Eier in den meisten Fällen von der Sonne und wenige Schildkrötenarten bewachen währenddessen die Brutstelle der Eier. Die kleinste Landschildkrötenart legt bloß ein einziges Ei, die Meeresschildkröten hingegen legen bis zu 200 Eier pro Gelege.Die Eier der unterschiedlichen Schildkrötenarten sind in ihrer Form, in ihrer Größe und in der Art ihrer Beschaffenheit sehr verschieden. Da Schildkröteneier keine Hagelschnüre besitzen, an der der Dotter drehbar aufgehängt ist, dürfen Schildkröteneier nach begonnener Embryonalentwicklung auf keinen Fall mehr gedreht werden, da das Jungtier sonst stirbt. Bei manchen Arten wir das Geschlecht des Schlüpflings nicht schon bei der Befruchtung festgelegt, sie wird erst durch die Temperatur bei der Brut bestimmt. Denn in bestimmten Temperaturbereichen schlüpfen mehr Männchen, beziehungsweise Weibchen oder sogar nur Männchen, beziehungsweise Weibchen. Nach der Entwicklungszeit nimmt die Babyschildkröte den gesamten Platz innerhalb des Eis ein und die Schildkröte ritzt die Schale von innen mit der Eischwiele am Oberkiefer an und eröffnet ein kleines Loch, welches im Anschluss vergrößert wird. Dann streckt sich der gefaltete Bauchpanzer und sprengt die Eischale komplett auf. Sind die kleinen Schildkröten geschlüpft, bleiben sie solange in der Nisthöhle, bis sie den gesamten Dottersack gefressen haben und sich dann gemeinsam an die Oberfläche graben. Auch wenn das Muttertier die Niststelle bewacht, so leistet sie niemals Aufzuchthilfe. Somit sind die Jungtiere von Anfang an auf sich alleine gestellt. Bis sie die Geschlechtsreife erreichen, vergehen einige Jahre. Jedoch ist sie nicht nur alleine vom Alter des Tieres abhängig, sondern auch von der Art der Ernährung.

kleine Landschildkröte beim Dösen auf Sandboden

Hohes Alter von Schildkröten


Es ist allgemein bekannt, dass Schildkröten sehr alt werden können. Eine besondere Galapagos-Riesenschildkröte, deren wissenschaftlicher NameGeochelone nigra lautet und die Harriet genannt wurde und die im Zoo in Australien lebte, erreichte ein ungefähres Alter von circa 175 Jahren. Amerikanische Dosenschildkröten, deren wissenschaftlicher Name Terrapene lautet, erreichen ein Höchstalter von etwa 100 Jahren, Meeresschildkröten, wissenschaftlich auch Cheloniidae, können ein Alter von 75 Jahren erreichen. Es gibt viele Schildkrötenarten, die nur eine maximale Größe von circa zehn bis 50 cm erreichen. Dagegen werden die Galapagos-Riesenschildkröten über einen Meter groß. Noch größer werden die Meeresschildkröten. Die kleinsten Schildkrötenart der Welt sind die männlichen Flachschildkröten, deren wissenschaftlicher Name Homopus signatuslautet. Ihr natürlicher Lebensraum befindet sich in Südafrika und sie erreichen eine Länge von etwa 7,5 cm und dabei ein Gewicht von knapp 70 Gramm. Die größte Schildkrötenart der Welt ist die Lederschildkröte, deren wissenschaftlicher Name Dermochelys coriacealautet. Sie erreicht eine Panzerlänge von etwa 2,5 Metern und dabei ein Gewicht von etwa 900 kg. Alle Größenangaben der Schildkröten sind die Rückenpanzerlängen ohne Kopf, Schwanz und Beine im Stockmaß.

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Maurisches Landschildkrötenbaby beim Ausschlüpfen

Montag, 16. April 2012

Schildkröten im Kino und in Comics: Sammys Abenteuer und die Teenage Mutant Ninja Turtles

Kinofilm: Sammys Abenteuer

Ein Beispiel für einen Schildkrötenfilm ist „Sammys Abenteuer – Die Suche nach der geheimen Passage“. Es ist ein Kinderfilm, welcher am 28. Oktober 2010 erschienen ist. Die Laufzeit des Films beträgt eine Stunde und 28 Minuten. 
Sammy (l.) und sein Schildkrötenfreund Ray (r.) aus: Sammys Abenteuer - Bildquelle: kinderfilmwelt.de
Der Film handelt von der Meeresschildkröte Sammy, die grade geschlüpft, sich selbst und die kleine Meeresschildkröte Shelly vor einer Möwe rettet. Shelly und Sammy verlieren sich darauf jedoch wieder in dem unendlichen Blau des Ozeans. Natürlich macht Sammy sich sofort auf die Suche nach seiner neuen Freundin Shelly. Auf der Suche lernt Sammy Ray, eine verrückte kleine Schildkröte, die Krake Slim und die Katze Fluffy kennen. Zusammen begeben sie sich auf eine sehr abenteuerlustige Reise..
Comicreihe: Teenage Mutant Ninja Turtles 

Eine Schildkrötencomicserie ist die der Teenage Mutant Ninja Turtles, auch TMNT gennant, und sie erscheint seit 1984. Erfunden wurde die Comicserie von Kevin Eastman und Peter Laird. Sie planten eine Parodie auf die in den 1980ern sehr beliebten Comicserien, wie beispielsweiseSpiderman",  „X-Men“ und „Daredevil“, und entwickelten eine Geschichte, die von vier mutierten Riesenschildkröten handelt, welche von einer mutierten Ratte in der Kampfkunst gelehrt werden. Die erste Geschichte wurde begeistert angenommen und somit entwickelten die beiden Zeichner neue Ideen, die über eine bloße Parodie hinausgingen. Die vier Ninja-Turtles besitzen die Vornamen der vier italienischen Renaissancekünstler Leonardo (da Vinci), Michelangelo (Buonarotti), Raffael (Santi) und Donatello (Donato di Niccoló di Betto Bardi). Aufbauend auf die erfolgreichen Comicserien gibt es bisher 2 Zeichentrickserien und einen komplett computeranimierten Kinofilm. Die erste Zeichentrickserie lief von 1987 bis 1996 in zehn Staffeln. Zwischen 2003 und 2009 lief die zweite Zeichentrickserie in sieben Staffeln und zudem ein 2007 veröffentlichter computeranimierte Kinofilm. 
Teenage Mutant Ninja Turtles Kinofilm-Poster 2007 - Bildquelle: binarymoon.co.uk

Der Comic handelt von den vier mutierten Schildkröten, die in der New Yorker Kanalisation leben und von der mutierten Ratte „Meister Splinter“ in der Kampfkunst Ninjutsu gelehrt werden. Dabei übernimmt der Meister eine Erzieher-, Mentor- und Vaterrolle für die vier Teenager-Schildkröten. Jeder der vier Schildkröten besitzt einen bestimmten Charakterzug. Leonardo, auch Leo, ist der ruhige Anführer und Donatello, mit Spitznamen Donny, ist das Köpfchen der vier. Michelangelo, auch Mikey, ist der Komiker und Raffael, mit Spitznamen Raff, ist ein aggressiver Rebell. Zudem unterscheiden die Schildkröten sich durch ihre jeweiligen Waffen, auf die sie sich spezialisiert haben, sowie durch die Farben ihrer Gesichtsmasken. Der Anführer Leonardo besitzt eine blaue Gesichtsmaske und kämpft mit zwei Schwertern, auch Katanas genannt, und Donatello mit seiner violetten Gesichtsmaske kämpft mit einem Schlagstock, welcher auch Bō genannt wird. Raffaels Gesichtsmaske ist rot und er kämpft mit zwei Hand-Dreizacke, die Sai genannt werden, und Michelangelo kämpft mit Nunchaku und trägt eine orange Gesichtsmaske. Die Hauptnahrung der Teenage Mutant Ninja Turtles besteht aus Pizza. Zur Oberflächen halten sie nur Kontakt mit April O`Neil, einer Reporterin, und Casey Joney, einem Vigilanten mit Eishockeymaske. Der Erzfeind der Schildkröten ist Shredder, der böse Anführer der Foot-Gang, auch Ninjaclan der Foot genant. Da ie Comicserie mittlerweile seit über vier Jahrzehnten besteht, haben sich die Schildkröten extrem weiterentwickelt. So sind sie inzwischen keine Teenager mehr sondern um die dreißig Jahre alt, haben mehr Kampftechniken erlent und besitzen einen aggressiveren Humor. Zudem sind ihre Freunde April O´Neil und Casey Jones miteinander verheiratet und haben zusammen eine Tochter.